Chinesischer Erzbischof John Yang Shudao verstorben: Über 30 Jahre in Haft.
Er weigerte sich, den Papst als Oberhaupt der katholischen Kirche zu verleugnen.
Am 28. August verstarb im Alter von 91 Jahren der emeritierte Erzbischof von Fuzhou, John Yang Shudao, in seinem Geburtsort in der der Grafschaft Lianjiang. Erzbischof Yang war am vergangenen 26. August nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus in Fuzhou eingeliefert worden.
Die Beisetzung von Erzbischof Yang musste unter Kontrolle der Sicherheitskräfte am 1. September in privater Form stattfinden.
Bereits als Priester hatte er 26 Jahre in Haft verbracht. 1995 wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er sich weigerte, den römisch-katholischen Papst und Nachfolger Petri, als geistliches Oberhaupt der katholischen Kirche zu verleugnen.
Nach seiner Freilassung 1981 wurde er erneut für drei Jahre inhaftiert und danach lebte er fast ausschließlich unter Hausarrest.
John Yang Shudao wurde am 16. April 1919 geboren und trat mit 14 Jahren in das Kleine Seminar in Fuzhou ein. Er empfing nach theologischen und philosophischen Studien am 7. Oktober 1947 das Sakrament der Priesterweihe.
Während der Revolution in China wurde er durch die kommunistischen Machthaber zusammen mit anderen katholischen Geistlichen inhaftiert und 1955 zu lebenslanger Haft verurteilt. Erzbischof Yang gehörte zu jener Generation von Priestern, die an den Seminaren in China vor der Zeit der Chinesischen Volksrepublik ausgebildet worden waren.
Nach 26 Jahren Haft wurde er 1981 entlassen. Am 8. März 1987 erfolgte die Ernennung zum Bischof durch die Untergrundkirche und 1988 die erneute Verhaftung und Internierung für drei Jahre. Seit 1991 war er immer wieder inhaftiert oder unter Hausarrest sowie ständiger Überwachung, zuletzt im Jahre 2001.
Diejenigen, die Erzbischof Yang persönlich kannten, bezeichneten ihn als eifrigen, entschlossenen und unbeugsamen Menschen, der seinen Prinzipien treu blieb. Bekannt war er auch für sein Organisationstalent, obschon die katholische Gemeinde in seiner Erzdiözesen in den vergangenen Jahrzehnten unter schwierigen Umständen lebte.
Gläubige aus aller Welt trauern zusammen mit der katholischen Gemeinde in Fuzhou um den Bischof, der wegen seines heldenhaften Zeugnisses vom Evangelium und wegen seiner Treue zum Glauben ein Drittel seines Lebens in Haft verbrachte.
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Quelle: Zenit