Ein kurzer Ausschnitt aus einer göttlichen Liturgie in Moskau. Während der Diakon vor der königlichen Pforte stehend eine Fürbitt-Litanei (Ektenie) singt, antwortet der Chor immer mit "Herr, erbarme dich" (Kirie eleison, GÓSPODI, POMÍLUJ
Die russische Liturgie hat sich aus der byzantinischen Liturgie entwickelt. Im alten Kirchenverständnis leitete der Patriarch von Moskau und ganz Rußland ein Patriarchat, das als nationales Patriarchat zum Patriarchat von Konstantinopel gehörte. Die titelmäßige Anrede dieses Patriarchen lautete Seligkeit. Das russische Kaiserreich und der Patriarch von Moskau und ganz Rußland, war bestrebt den Stellenwert vom Stuhl in Moskau mit den Haupt-Patriarchen und Katholikos - Bischöfen außerhalb des römischen Reiches gleichgestellt zu werden. Es wurde angestrebt der Rangwürde der Patriarchen von Konstantinopel und Rom gleichwertig zu sein. Aus diesem Grunde wurde ihm in der Orthodoxie der Rang eines alten Patriarchates (durch ganz Rußland)zuerkannt. Nun ist seine Anrede ebenfalls Heiligekeit.
In der Welt hat die patriarchale und kaiserliche Umgebung in Moskau den Satz gebildet."Moskau ist das dritte Rom".
Diese Liturgieform wird gefeiert 1. von der Orthodoxen Kirche in Rußland, sowie 2. von der russisch katholischen Kirche. Wobei diese Kirche in der Kirchengemeinschaft mit dem Heiligen Vater verbunden ist. In deren Liturgie wird für den Patriarchen von Rom und Papst der Gesamtkirche und den gesamten Weltepiskopat, der mit Rom verbunden ist, gebetet. Weitere Informationen: www.katholisch-orthodoxe-freundschaft.de